Deutsch: Geviert mit Herzschild, darin die bayerischen Rauten; 1 und 4 in Rot schräg gekreuzt je ein goldener und ein silberner Schlüssel, 2 und 3 in Blau sechs silberne, drei zu zwei zu eins gestellte heraldische Lilien.
Deutsch: Die gekreuzten Schlüssel, Attribut des heiligen Petrus, versinnbildlichen den Patron des Fürststifts Berchtesgaden. Die silbernen Lilien in Blau gelten als apokryphes Wappen der Grafen von Sulzbach und erinnern an die Gründer und Förderer des Augustinerchorherrenstifts Berchtesgaden zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Das Rautenschildchen symbolisiert den Übergang der Fürstpropstei Berchtesgaden an das Königreich Bayern 1810 und die Wahl des Marktes als Sommerresidenz der Wittelsbacher. Prinzregent Luitpold verlieh dem Markt auf dessen Antrag hin 1891 das Wappen. Das bereits 1630 von der "Gemeinen Land- und Burgerschaft" von Berchtesgaden geführte Siegel mit dem Bild des Pfarrpatrons, des heiligen Andreas, der in der Rechten ein Buch, in der Linken das nach ihm benannte Kreuz hält, fand dabei keine Berücksichtigung. Dieses Siegelbild wurde in der heraldischen Literatur des frühen 19. Jahrhunderts für das Marktwappen gehalten. Berchtesgaden wurde 1328 erstmals als Markt genannt.
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